Dienstag, 24. April 2018

Taschen und (Geld-)Täschchen


Neulich habe ich euch hier davon erzählt, dass ich nie eine Geldbörse nähen wollte und es dann doch getan habe. 


Tja, irgendwie war ich angefixt ☺Solche Geldbeutel brauchen nicht viel Material, das heißt, sie sind wunderbare "Resteverwerter". Aber noch so ein großes Portemonnaie wollte ich wirklich erst mal nicht mehr nähen. 
 

Auf meiner Suche im Internet begegnete mir dann der Schnitt für ein kleines Geldtäschchen, ideal für Hosentaschen und schnelle Ausflüge, mit einem Kartenfach für die Bank-Card und Fächern für Scheine und Münzen. Und das Beste: man braucht wirklich nur ganz kleine Stoffreste dafür. 
Erst mal versuchte ich mich an einer Probe-Börse. War gar nicht schwer, die Anleitung ist sehr verständlich und klar, sogar für mich Taschen-Näh-Legasteniker.


Weil es so gut ging, habe ich gleich weiter genäht.
Zwei MiniMoneyBags für die beste Freundin und die Lieblingsschwester.


Bei den beiden gepunkteten Exemplaren habe ich beschichtete Baumwolle als Oberstoff vernäht, die graue Version ist aus einem Kunstleder-Rest meines großen Geldbeutels.


Als Verschluss wird in der Anleitung ein kleines Steckschloss oder KamSnaps vorgeschlagen. Ich hatte weder noch. Auch nicht die berühmte KamSnap-Zange. Aber ich habe eine Vario-Zange von Prym. Und für die gibt es wunderbarerweise (ihr wisst das vielleicht alles schon, aber für mich war es wirklich eine Entdeckung ...) Zubehör für Color Snaps. Damit war es ein Kinderspiel, die bunten Drücker anzubringen.
Passend zum grünen Geldtäschchen gab es für meine Freundin  noch eine Charlie-Bag - die kann man ja bekanntlich nicht genug haben ...


Damit noch nicht genug.
Das jüngste Patenkind hatte Geburtstag und ich brauchte zum "großen" Geschenk noch irgendeine Kleinigkeit. 


Für ihn habe ich eine kleine Brieftasche aus SnapPap genäht. Erst hatte ich Bedenken, dass meine Nähmaschine die mehreren Lagen SnapPap schlecht nähen würde, aber sie hat das wirklich gut gemacht ☺
Statt einer Applikation stempelte ich noch seinen Namen vorne auf - fertig.


Ich geh dann mal weiter Stoffreste sortieren - in der nächsten Zeit gibt es noch so einige Geburtstage ...

Liebe Grüße schickt euch
Doro

Schnitte: MiniMoneyBag von Keko-kreativ
               Geldbeutel aus SnapPap von pattydoo
verlinkt: creadienstag

Donnerstag, 19. April 2018

Dandelion


Die Woche nach Ostern war eine ganz besondere Woche für uns.
Wir gönnten uns eine ganze Woche familienfrei und fuhren mit dem Wohnmobil der Sonne entgegen - also in den Süden, an den Bodensee. Der ist für uns schon ziemlich südlich ;)


Und der Süden enttäuschte uns nicht. Hier war schon richtig Frühling! Hier blühte schon so viel! Hier war es schon richtig warm! Es war einfach wunderbar ...


Wir haben viel gesehen, wir haben liebe Freunde getroffen, wir haben gestaunt, gebummelt, genossen. Solche Zeiten sind einfach ein Geschenk und so wichtig zum Atemholen für die Seele ...


Ich liebe den Frühling so sehr - und ich liebe Pusteblumen! An ihnen scheiden sich ja die Geister. Was für die einen einfach nur unerwünschtes Unkraut ist, ist für die anderen eine staunenswerte Verwandlung. Gerade beginnt hier bei uns der Löwenzahn vorsichtig zu blühen und auf seine watteweichen Samen müssen wir noch ein bisschen warten. Wenn sie dann aber da sind, werde ich wieder zum Kind ...


Damit ich mich möglichst lange an ihnen freuen kann, habe ich sie auf mein Shirt schabloniert.
Genäht habe ich es wieder nach dem angepassten und sehr bewährten Schnitt aus "Alles Jersey - Shirts und Tops" - mit weiten Ärmeln, in die ich wieder Gummiband eingezogen habe. Den Ausschnitt habe ich nach Steffis Tutorial verändert, das gefällt mir sehr. Und das i-Tüpfelchen ist der Saumbeleg aus dem letzten Streifen eines Lieblingsstoffes. Und der Jersey des Shirts ist übrigens ein Mitbringsel von der Atempause im Frühling letzten Jahres ☺
Jetzt freue ich mich auf die Pusteblumenzeit und bin gespannt, an welche Ufer das Shirt mich noch begleiten wird ...


Federleichte Grüße schickt euch
Doro

Schnitt: aus dem Buch Alles Jersey-Shirts und Tops 
verlinkt:  rums
 

Donnerstag, 12. April 2018

Es grünt ...


Grün und ich - das passt. So wie Frühling und Vogelgesang oder Sommer und Eis. 
Aber Stoff in so richtig schönen Grüntönen zu bekommen ist echt schwer. Um so mehr freue ich mich dann, wenn ich welchen finde. Da nehm ich lieber gleich ein bisschen mehr ;)


Nun brauchte ich dringend ein paar unifarbene Basic-Shirts - wie gut, dass der grüne Jersey rechtzeitig ankam ...
Ich habe also einen Teil des Stoffes für meinen bewährten Schnitt nach Stefanies  Buch verwendet. Dieses Mal mit Passe und gekräuseltem Vorder- und Rückteil und weitem Ärmel.


In die Ärmel und den Bund habe ich ein Gummiband eingezogen. Ich mag den lockeren Fall, den das Shirt dadurch bekommt, total. Und auch die Dreiviertelärmel. Das ist einfach MEINE Ärmellänge ...
Das Halsbündchen besteht aus zwei unterschiedlich breiten Jerseystreifen, die sich schön einrollen.


Ich bin immer wieder begeistert davon, wie sich beim Nähen eins zum andern fügt und am Ende etwas unter der Maschine hervor kommt, das zwar Basic, aber nicht langweilig ist. Und was sich farblich und stilmäßig wunderbar in meine Garderobe einfügt.


Das frühlingsgrüne Shirt jedenfalls hat mich schon durch die ersten Urlaubstage in diesem Jahr begleitet und wenn nicht das Wetter endlich für Frühlingsgefühle gesorgt hätte, dann hätte es das Shirt getan ☺


Der Rest vom Stoff reicht sicher noch für ein zweites Shirt, wie schön ...

Liebe Grüße schickt euch
Doro

Schnitt: Alles Jersey - Shirts und Tops von Stefanie Brugger
Stoff: melierter Jersey von stick&style
verlinkt: rums



Dienstag, 10. April 2018

Das mach ich nie!


Diesen Satz habe ich schon ziemlich oft gesagt. Und dann genau so oft wieder revidiert.
Zum Beispiel wollte ich nie, nie, NIE was mit Wolle zu tun haben. Ich liebte lesen, ich liebte fotografieren, ich hatte eine große Familie, ich hatte genug Hobbys und gar keine Zeit.
Dann brachte mich eine Freundin auf den Woll-Geschmack - und jetzt komm ich nicht mehr davon los.


Nähen war auch so eine Sache. Einmal versucht, keine gerade Naht zustande gebracht, beschlossen: Das mach ich nie.
Tja - wie die Sache endete, kann man hier auf dem Blog ganz gut erkennen. 


Ich habe zwei total liebe Kolleginnen, die genau so nähverrückt sind wie ich. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass die eine süße Babysachen näht und die andere die schönsten Taschen. Und die mit den Taschen neulich mit dem Vorschlag daher kam, doch mal was gemeinsam zu nähen. Einen Geldbeutel zum Beispiel.

Neeee! Das mach ich nie!


Ihr ahnt es  - auch das musste ich revidieren.
Wir fuhren zusammen zum Stoffe kaufen. Das war sehr lustig und wirklich überraschend, denn wir suchten uns alle drei die gleichen Stoffe aus ☺ Am besten gefiel uns - klar - der Knopfstoff. Nicht ganz preiswert, aber wir konnten das Stück ja durch drei teilen. Zuschneiden musste jede allein und dann trafen wir uns bei mir zum Nähen. So ein bisschen fragte ich mich schon, was mich geritten hatte, diesem Nähvorschlag zuzustimmen ... Wie sollte aus so ein paar Rechtecken so ein großer Geldbeutel werden?


Spannenderweise funktionierte alles wunderbar. Unsere Taschennäherin war perfekt vorbereitet und führte uns Schritt für Schritt oder Naht für Naht durch die Anleitung. Ich kann es immer noch nicht glauben - aber ich habe tatsächlich einen Geldbeutel genäht! Einen, der mich jeden Tag begleitet, der unwahrscheinlich praktisch und ein wahres Raumwunder ist. Sogar das Handy passt rein!
Innen haben wir Baumwollstoffe verwendet, außen ganz weiches Kunstleder. So sieht das Portemonnaie nicht nur schön aus, sondern fasst sich auch gut an.


So langsam sollte ich wirklich aufhören "Das mach ich nie!" zu sagen. Obwohl - Jeans nähe ich mir wohl nie ;)


Liebe Grüße schickt euch
Doro

Schnitt: PORTmoney AllIn
Stoffe und Zubehör: alles von Der Stoff Handel
verlinkt: creadienstag

Sonntag, 1. April 2018

Großes Finale - FJKA 2018


Als wir anfingen, gemeinsam ein Frühlingsjäckchen zu stricken, war Ostern für mich gefühlt noch eine Ewigkeit entfernt. Wir steckten mitten im Winter fest - kalt, dunkel, ungemütlich.
Dann kam der März und mit ihm die Grippe. Da hatte ich zwar irgendwann wieder Kraft zum Stricken, aber Ostern war gefühlt immer noch lang, lang hin.
Und plötzlich ist der Ostersonntag da. Zwar immer noch nicht so richtig mit Frühling, aber jetzt doch mit der berechtigten Hoffnung auf Wärme und Licht. 
Und meine Frühlingsjacke ist fertig. Das ist die gute Nachricht. 


Obwohl mein Garn nicht zur empfohlenen Maschenprobe passte, klappte das Berechnen der Passform gut. Und das Stricken hat wirklich Spaß gemacht.


Hier sieht man gut, wie weit meine Original-Wolle reichte, und ab wann ich den Not-Strang ansetzen musste. Aber die Farbtöne harmonieren wirklich gut miteinander und eigentlich gefällt es mir, dass noch mal ein bisschen "Ruhe" ins Gestrick kam.


Insgesamt habe ich ca. 450g Merino mit einer Lauflänge von 210m/100g mit NS4 verstrickt. Ich könnte diese Jacke wirklich lieben - ich mag das Garn, die Passform und den "Schnitt". Und eigentlich mag ich auch die Farben. Aber - und das ist die schlechte Nachricht - mir fehlen in meiner Garderobe passende Kombi-Partner. Da werde ich wohl noch ein bisschen rumprobieren müssen. Oder umfärben ☺


Vielen Dank an Sylvia und Malou für die Organisation dieses virtuellen Stricktreffs! Das gemeinsame Stricken hat wirklich Spaß gemacht und nun bin ich gespannt, wer schon heute sein fertiges Jäckchen ausführen kann oder wer noch gemütlich bis zum Finale der Herzen im Mai weiter strickt.
Hier auf dem MMM-Blog werden heute alle Jacken gesammelt.


Ich wünsche euch ein frohes, gesegnetes Osterfest!

Liebe Grüße schickt euch
Doro


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