Dienstag, 29. August 2017

Fast wie Heimkommen


In diesem Jahr war unser Sommerurlaub etwas ganz Besonderes: zum ersten Mal seit vielen Jahren waren wir nur zu zweit unterwegs. Zum Glück sind unsere Vorstellung von Urlaub sehr ähnlich, so dass wir zwar wehmütig die Kinder zu Hause ließen (die nicht ganz so wehmütig deshalb waren ☺), aber uns auch sehr auf die Zeit zu zweit freuten.
Das Ziel war klar: Richtung Norden, Ostsee und Dänemark. Dort waren wir noch nie.
Und dann war die Zeit vor dem Urlaub einfach nur dicht, voll und kräftezehrend. Und die Lust auf Neues, Unbekanntes ging immer mehr gen Null. Da beschlossen wir beide, dass wir Zeit an unserem Sehnsuchtsort brauchen - ganz oben auf der Insel Fehmarn.


Nach einer laaaaangen Fahrt über volle Autobahnen war das Ankommen dort fast wie ein Nach Hause kommen.


Das Wohnmobil auf dem Campingplatz hinter den Dünen abstellen, ein paar Schritte gehen - und dann einfach nur noch Sein ... Wind in den Haaren, Sand zwischen den Zehen und Wellenrauschen.


Radtouren auf bekannten Wegen ...


... und zu bekannten Orten ...




... Zeit, Angefangenes zu beenden ...


... und ganz viel Zeit zum Reden, Schweigen, Lachen, Träumen ...



Wir haben trotz wechselhaften Wetters fast jeden Abend fantastische Sonneuntergänge erlebt.




Wir haben festgestellt, dass wir wunderbar zu zweit Urlaub machen können, auch wenn wir unsere Kinder schon ein bisschen vermisst haben ☺


Und irgendwann waren wir so gut erholt, dass uns die Lust auf Neues, Unbekanntes wieder gepackt hat. Davon erzähle ich euch später, wenn ihr mögt ...

Liebe Grüße schickt euch
Doro

Donnerstag, 24. August 2017

Sommer, Sonne - Julika!


Ein Kleidungsstück, welches ich mir für Urlaubstage am Meer genäht hatte, ist zu einem häufig getragenen Lieblingsteil in diesem Sommer geworden: Julika - keine Überraschung, oder?

Und natürlich konnte es nicht bei einer Julika-Shorts bleiben.


Dieses Mal habe ich Größe 36 genäht, aus einem Rest Viskosejersey. Zu meiner Freude reichte mein Stoffstück ganz genau. Nur noch ein paar kleine Schnipselchen waren übrig. So mag ich das!


In den Bund habe ich einfach ein breites Gummiband eingezogen und wegen der Dünne des Jerseys auf Ösen und Kordeln verzichtet. Die im Schnitt eingezeichnete Länge für Shorts habe ich ohne Änderung übernommen, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich solche kurzen Hosen in der Öffentlichkeit an mir mag. Überraschenderweise stellte sich heraus, dass die Shorts genau so perfekt sind. Super bequem und wunderbar leicht. Nun brauche ich für die kälteren Temperaturen unbedingt noch eine lange Hose nach diesem Schnitt!


Ach, wenn ich diese Fotos ansehe, habe ich solches Meerweh ...

Liebe Grüße schickt euch
Doro

verlinkt: RUMS
 


Donnerstag, 17. August 2017

Premiere


Es gibt Dinge, von denen man denkt, sie nie zu tun.
Und das, obwohl es keinen Grund gibt, sie nicht zu tun.
So ging es mir mit dem Bedrucken von Shirts.


Ich bin nicht so der Freund von großen Motiven oder Schriftzügen. War ich noch nie. Deshalb fand ich das Selbernähen auch so toll: es gab keine Shirts mehr mit sonderbaren, sinnfreien Sprüchen oder merkwürdigen Bildern auf dem Vorderteil.


Irgendwann allerdings begegneten mir auf den unterschiedlichsten Blogs immer wieder sehr schöne selbst genähte Shirts mit unauffälligen Plotts, interessanten Drucken oder toll bestempelt.


Plötzlich fielen mir beim Stöbern im Netz wirklich schöne Schablonen für den Textildruck auf. Und dann stellte sich heraus, dass meine Mama auch einige davon besitzt. 
Zufällig war gerade meine FrauJosy aus einem 50cm-Rest Baumwolljersey fertig geworden. Uni, weil ich so ein Shirt brauchte. Aber irgendwie fehlte noch ein i-Tüpfelchen, also hab ich mal gedruckt ☺


Hat Spaß gemacht! Und ist auch kinderleicht.
Man braucht am besten eine selbsthaftende Motivfolie (oder man klebt sie mit Tesa-Krepp ab, so wie ich ...), Zwischen die beiden Stofflagen habe ich eine dünne Schneid-Matte geschoben, damit die Farbe nicht durch drückt. Die Farbe selbst wird mit einem Schwämmchen aufgetupft. Ich war echt überrascht, wie wenig man davon braucht!
Dann vorsichtig die Schablone abziehen, trocknen lassen (bei mir stand etwa 24 Stunden als Angabe auf der Farbe), durch bügeln fixieren - und fertig.



FrauJosy hat schon einige Runden in der Waschmaschine gedreht, aber der Druck ist unverändert schön. Und den Schnitt mag ich auch sehr ...

Liebe Sommer-Grüße schickt euch
Doro

Schnitt: FrauJosy von Schnittreif
Stoff: Baumwolljersey von Der Stoff Handel

verlinkt bei rums


Donnerstag, 10. August 2017

Urlaubsbegleiter mit Statement


Beim Packen für unsere Urlaubsfahrt an die Ostsee war vor allem zwiebellook-taugliche Kleidung wichtig. Es kann schon vorkommen, dass es einen ganzen Tag Binnfäden regnet, die Wolken fast die Erde berühren und man den Eindruck hat, Wasser zu atmen, wenn man sich denn nach draußen wagt. Und dann kommt ein Wind auf und bläst innerhalb einer Stunde sämtliche Wolken vom Himmel. Nur noch ein paar kleine weiße Wattebäuschchen segeln als Schmuck weiter. 


So ein Wind kann dann auch schnell ziemlich stürmisch und temperamentvoll werden. Macht aber nicht. Die Luft ist einfach wunderbar, so klar und frisch und sauber.
Nur warm einpacken muss man sich dann.


Beim Sichten der Urlaubsgarderobe stellte ich einen erschreckenden Mangel an Sweatjacken fest, Anlass genug also, endlich selber eine zu nähen. Schon länger fix und fertig kopiert lag hier "jErika" auf dem Projekt-Stapel, genau neben einem Meter feinstem Nosh-Stricksweat. Zugeschnitten, mit dem Nähen begonnen und mitten im schönsten Flow festgestellt, dass kein passender Reißverschluss im Haus war. Zum Glück gibt´s Onlineshops mit super schneller Lieferung und ich hatte so noch etwas Zeit, mir den Kopf über das Einnähen zu zerbrechen ...


Letztendlich war es gar nicht so schwer, als endlich der Knoten im Hirn gelöst war.
Zum Versäubern des Reißverschlusses kam das sonnengelbe Schrägband zum Einsatz, dass irgendwann mal ohne Bestimmung meterweise hier einzog (wahrscheinlich, weil ich dringend ein paar Sonnenstrahlen an einem trüben Tag brauchte ...)



Da der Sweat sehr breit (1,80m) liegt, bin ich mit einem Meter wunderbar hin gekommen. Nur für die Kapuze reichte der Stoff dann doch nicht. Macht aber nichts, ich mag Krägen zum Einkuscheln auch sehr.
 

Und dann plötzlich wurde aus einer einfachen RV-Jacke MEINE Jacke mit Statement. 


Hope - weil ich hoffte, dass mir dieses Projekt gelingt
Joy - weil sie genau so wurde, wie ich es mir wünschte
Love - weil sie schon jetzt ein Lieblingsteil ist


Liebe Grüße schickt euch
Doro


Schnitt: jErika von Prülla
Stoff: Nosh-Stricksweat in haselnuss aus dem stoffbüro
Reißverschluss und SnapPap von Snaply
verlinkt bei RUMS





Donnerstag, 3. August 2017

So blau wie das Meer ...


Wer mich kennt, weiß, dass ich einen Sehnsuchtsort habe, zu dem es mich immer wieder, wenigstens einmal im Jahr, zieht. Und als die Planungen für unsere Sommerferien anstanden, war klar, wohin. Ich bin so froh, dass der Lieblingsmann da genau so tickt wie ich ...


Sand zwischen den Zehen, Meeresrauschen und windzerzauste Haare - einfach perfekt.
Und ich habe mir dieses Jahr auch die perfekt dazu passende Kleidung genäht. Erholung bedeutet für mich nämlich auch, mir keine Gedanken über meine Kleidung mehr machen zu müssen. Sie einfach zu tragen, mich darin wohlzufühlen und ICH zu sein.


Mit dem Jumpsuit-Schnitt "julika" liebäugelte ich schon eine ganze Weile, spätestens seit Kathrin ihre wunderschönen Hosen danach zeigte, war klar, dass ich mir den Schnitt gönne. Allerdings gehören Einteiler nicht wirklich zu meinen bevorzugten Kleidungsstücken. Aber zum Glück kann man das EINE Teil ja auch als ZWEI Teile nähen. Probehalber habe ich aus einem Rest Sweatstoff Julika als Shorts genäht. Die Länge ergab sich einfach aus der Stoffmenge und ich habe sie erst einmal so gelassen. Jetzt mag ich sie gern.


Da für den Bund nicht mehr genug Stoff vorhanden war, habe ich mit farblich passendem Jersey improvisiert. Zum ersten Mal kam auch meine Ösenzange zum Einsatz - geht ja ganz leicht! Wer hätte das gedacht ... ;) Ein schmaler Jerseystreifenrest hatte gerade die richtige Länge als Bindeband.
Weil ich mir mit der Größe unsicher war und vermeiden wollte, dass die Hose gerade um die Problemzone kneift, habe ich sie in Größe 38 genäht. Das war gar nicht nötig, Gr.36 wäre vollkommen ausreichend gewesen. So hab ich dann auch meine zweite (denn bei einer konnte ich es einfach nicht belassen ...) Julika genäht.
Die Taschen habe ich mit einem klitzekleinen Rest von einem Lillestoff-Lieblingskleid gefüttert. Darüber freue ich mich jedes Mal ☺


Und das Shirt ist auch so ein Lieblingsteil geworden, aus der wunderbar weichen "Streifenliebe" vom stoffbüro. Genäht habe ich es nach dem Grundschnitt mit U-Boot-Ausschnitt von Steffis Buch "Alles Jersey - Shirts und Tops". Seit diesem Buch brauche ich keine anderen Shirt-Schnitte mehr ...


Ich schwelge jetzt noch ein wenig in Meerweh und Urlaubserinnerungen und träume mich zurück an unseren Sehnsuchtsort ...

Liebe Grüße schickt euch
Doro

Schnitt: Jumpsuit julika von Prülla als Short, Shirt aus dem Buch Alles Jersey - Shirts und Tops
Stoff: Sweat vom Stoffhandel, Jersey "Streifenliebe" aus dem stoffbüro 
verlinkt bei rums

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